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"Er ist einer von zu vielen" – Franzosen protestieren nach Mord an 17-Jährigem gegen Staatsversagen

Hunderte Demonstranten haben am Sonntag in Narbonne Gerechtigkeit für den kürzlich ermordeten 17-jährigen Louis gefordert. Sein Tod löste eine öffentliche Debatte über den Jugendschutz und den Umgang staatlicher Institutionen mit schutzbedürftigen Minderjährigen in Frankreich aus.

Ein Teilnehmer erklärte, Louis sei "einer von viel zu vielen". Er prangerte außerdem das "lasche System" an, welches "an all diesen Taten mitschuldig ist". Ein anderer Mann teilte mit, dass er "normalerweise nicht besonders sentimental" ist, doch er "hatte Tränen in den Augen", als er von dem Mord an und dem tagelangen Leid von Louis erfahren hatte.

Nach dem auf Video festgehaltenen Übergriff auf den 17-jährigen Louis wurden fünf junge männliche Verdächtige wegen Mordes angeklagt.

Nach Angaben des Staatsanwalts deuten die Ermittlungen auf einen Akt persönlicher Rache hin, vermeintlich ohne Hinweise auf ein rassistisches oder religiöses Motiv. Dennoch wird diese Möglichkeit in den sozialen Medien im Kontext des europaweiten Migrationsproblems laufend diskutiert und bisher nicht ausgeschlossen.

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